Ganzjährig
gewidmet ein Raum einer grossen Künstlerpersönlichkeit
In Zusammenarbeit mit der Galerie im Traklhaus
GEORG TRAKL zum 100. Todestag
geboren am 3. Februar 1887 – gestorben am 3. November 1914
Traklraum gestaltet vom Wiener Künstler Franz Graf
220px-GeorgTraklDas Werk Georg Trakls ist das Bild einer völlig geschlossenen, in sich selbst beruhenden Welt. Müsste man ihr einen Namen geben, man könnte sie nur die Trakl-Welt nennen, so sehr ist sie eine Schöpfung, mit keiner anderen im Bereich der deutschen Dichtung vergleichbar. Er allein hat sie erschaffen, aus dem Stoff der unsrigen zwar, aber wie er den verwandelte, mit seinem Wesen tränkte, ihn im Worte formte, das ergab ein durchaus Neues und Unwiederholbares. Es liegt inselhaft in der deutschen Dichtung und ist weder mit der älteren noch mit der gleichzeitigen Lyrik wirklich verbunden. Die Einflüsse Baudelaires und Rimbauds, auf die von manchen verwiesen wird, dringen nirgends tiefer unter die Oberfläche.

Es dräut die Nacht am Lager unserer Küsse.
Es flüstert wo: Wer nimmt von euch die Schuld?
Noch bebend von verruchter Wollust Süsse.
Wir beten: Verzeih uns, Maria, in deiner Huld.