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10. Sept. 20 Uhr – BUCHPRÄSENTATION UND LESUNG Resi Pesendorfer

Freitag, 10. September – 20 Uhr
BUCHPRÄSENTATION UND LESUNG
Resi Pesendorfer – Das man nicht ganz umsonst auf der Welt ist

von Oliver Karbus mit Illustrationen von Ferdinand Götz

Brutal war die Zeit des 2. Weltkriegs unter der furchtbaren Herrschaft der Nazis. Doch im Salzkammergut gab es die kleine Widerstandsgruppe „Willi Fred“. In ihr wirkten unermüdlich Frauen, die den Alltag bewerkstelligten, zu Fluchthelferinnen wurden, Verstecke und Verpflegung organisierten oder Kurierdienste erledigten. Theresia Pesendorfer spielte dabei eine wichtige Rolle. Ihre Zivilcourage und ihr Mut wurden jedoch viele Jahrzehnte wenig beachtet und gewürdigt.

Das Leben von Theresia Pesendorfer spiegelt eine klassische Arbeitergeschichte wider. Sie wurde am 21. Juni 1902 als Theresia Laimer in Bad Ischl in eine kinderreiche Salzarbeiterfamilie geboren. Ihre Mutter starb, als Theresia erst 10 Jahre alt war und sie empfand es als das „größte Unglück ihres Lebens“ die Mutter schon so bald verloren zu haben. Von ihrem Vater fühlte sie sich stets ungerecht behandelt, da er die sechs Kinder unterschiedlich erzog und manche Geschwister bevorzugte.

Es folgten schwere Zeiten. Als 14 Jährige wurde sie fortgeschickt zur Arbeit auf einen Bauernhof. Später arbeitete sie als Hausgehilfin und Stubenmädchen, einige Zeit davon auch in Wien. Sie heiratete Ferdinand Pesendorfer. #Dieser Ehe entsprang ein Sohn. Sie litt an Lungentuberkulose. Das Salzkammergut war Notstandsgebiet ersten Ranges und es kam zu Hungerprotesten und Streiks. Resi Pesendorfer politisierte sich und gründete 1937 eine eigene Frauenorganisation in der Kommunistischen Partei. Sie übernahm in dieser Zeit hauptsächlich Kurierdienste nach Bad Goisern, Bad Aussee, Ebensee und sogar nach Salzburg. 1941/42 erfolgten mehrere Verhaftungswellen. Auch sie wurde von der Gestapo abgeholt und verhört. Die Gestapo-Beamten trauten ihr die Widerstandstätigkeit aber nicht zu.

Die Zeiten wurden nochmals härter und gefährlicher. Sie begann flüchtende Männer zu verstecken, versorgte andere in Berghütten mit Lebensmitteln, deren Beschaffung nicht einfach war. Die Strapazen waren enorm. Sie und viele Helfer und Helferinnen setzten ihr Leben aufs Spiel und wurden trotzdem nach dem Krieg nicht wie Helden behandelt.

Das Buch, verfasst von Oliver Karbus, beschreibt in knappen, klaren Sätzen den Lebensweg dieser mutigen Frau.