Veranstaltungen laden

« Alle Veranstaltungen

4. September 2020 – Im Trüben Fischen

IM TRÜBEN FISCHEN –
Sphären von Uneindeutigem
kuratiert von Daniela Wagenender-Stelzhammer

4. September bis 4. Oktober

Der Titel der Ausstellung nimmt die vornehmlich negative und abwertende Wendung ​“Im Trüben fischen​“ zum Anlass, um einer bestimmten Form von Melancholie in der Kunst nachzuspüren. Es ist auch eine Taktik, bei der sich unklare Verhältnisse zu Nutze gemacht werden um sich mit unredlichen Mitteln Vorteile zu verschaffen.

Kunst soll in der Lage sein gesellschaftliche Grenzen und Regeln als konstruiert, beweglich und nicht unumstößlich erkennen zu lassen. Ebenso wie Standpunkte zu verschieben, um Fragen aufwerfen zu können, um den Blick zu öffnen, um Horizonte zu erweitern und überraschende Einblicke gewähren zu können. Ort und Zeit sind Parameter unter welchen die Bedingungen dafür ausgehandelt werden.

Das kann bedeuten, dass Kunst besonders dort interessant wird, wo sie ihre eigenen Grenzen in Frage stellt, unklare Felder auslotet und nicht Neues entdeckt. Anstößig, unsittlich, ausschweifend, disziplinlos, unanständig, ungesittet, hemmungslos, lasterhaft, liederlich, unmoralisch, verdorben, verrucht, verworfen, wüst, zuchtlos, zügellos, …, sind Begriffe, welche die Freiheit persönlicher Lebensführung genau so umreißen, wie die vermeintliche Freiheit der Kunst skizzieren.

In welcher Weise stellt sich Kunst gegen verschiedene Formen von Repression? Wie macht Kunst sich ungünstige Verhältnisse zu Nutzen? Und wie unwegsames Terrain für sich nutzbar?

Die Ausstellung wird Arbeiten zeigen die in Erscheinung und Inhalt im Trüben fischen, um sich mit unredlichen Mitteln einen Vorteil zu verschaffen. Dabei geht es nicht darum etwas in den Vordergrund zu drängen, sondern im Gegenteil darum, Bedingungen, die unvorteilhaft für die eigenen Umstände und Vorhaben sind, zu nutzen.

© Deutschvilla Strobl