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24.07.2015 – 30.08.2015 SOSHANA. EIN LEBEN. WELTGESCHICHTEN

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Vernissage Freitag, 24.7.2015 20 Uhr
mit der Tanzperformance „I AM OK“ von Silke Grabinger

es musizieren: MILAN und seine Combo aus der Slowakei

Die Malerin Soshana ist eine der wenigen österreichischen Künstlerinnen der Klassischen Moderne, die auf dem Parkett des internationalen Kunstbetriebs mitspielen.

Vom gegSoshana-2enständlichen sozialen Realismus ihrer frühen Jahre, führte Soshanas stilistischer Weg immer mehr in die Abstraktion, zu kalligraphisch reduzierten Graphiken ebenso wie zu farbenprächtigen, leuchtenden Malereien.
Soshana bewegte sich sowohl im New Yorker Künstler- und Intellektuellenmilieu, als auch in den Pariser Kreisen der europäischen Avantgarde, sie war bekannt mit Picasso, Giacometti, J.P. Sartre, Albert Schweitzer, Arnold Schönberg und unzähligen anderen Persönlichkeiten ihrer Zeit.

Ruhelos und unermüdlich bereiste Soshana die Welt, malte in Kuba, Japan, China, Indien, Afrika, Italien, Mexiko, Südostasien, der Karibik und Israel.

Heute lebt sie in Wien und legt nach wie vor eine unglaubliche künstlerische Produktivität an den Tag.
Eine starke Frau, die starke Bilder malt.

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Biografie
Soshana
1927 Soshana wird am 1. September in Wien geboren (bürgerlicher Name: Susanne Schüller)
1933 Besuch der Schwarzwald-Schule
1938 Anschluss Österreichs an Deutschland; Soshana verlässt Wien mit ihren Eltern und ihrem Bruder, kurzer Aufenthalt in der Schweiz und in Paris
1939 Umzug nach England, Northwood College
1940
Besuch der Chelsea Polytechnic School in London, Mal- und Zeichenkurse, Ausbildung in der Modezeichnung, Bombardement Londons, Bilderserie des Blitzkrieges
1941
Emigration nach Amerika
Besuch der Washington Irving High School, New York
Beginnt unter der Anleitung von Beys Afroyim zu malen
1944
Im Alter von 17 Jahren Reisen mit Beys Afroyim durch Amerika
Portraits von Schriftstellern, Musikern, Staatsmänner und Wissenschaftern wie Thomas Mann, Arnold Schönberg, Lion Feuchtwanger, Franz Werfel, Otto Klemperer, Bruno Walter, Theodore Dreiser, Hanns Eisler und vieler Delegierter bei der Eröffnung der UNO in San Francisco.
1945
Heirat mit Maler Beys Afroyim in Chicago
1946
Geburt von Soshana’s  Sohn Amos in New York.
1948
Erste große Ausstellung im Circulo de Bellas Artes, Havanna.
Susanne Afroyim stellt von nun an unter dem Künstlernamen „Soshana“ aus.
1949
Die Afroyims verlassen Amerika, Aufenthalte in Holland, Österreich, England, Polen, der Tschechoslowakei und Israel.
1950 folgt schließlich die Scheidung von Beys
1951 Studium an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien.
1952 Studium an der Akademie der Bildenden Künste Wien unter Prof. Sergius Pauser, Albert P. Gütersloh und Prof. Herbert Boeckl.
1952
Umzug nach Paris.
Bezieht ehemaliges Atelier von Derain, später ein Atelier neben Brancusi am Impasse Ronsin.
Nachbarschaft und Freundschaft mit Brancusi.
Bekanntschaft mit Kupka, Herbin, Zadkine, Cèsar, Pignon, Bazaine, Max Ernst, Yves Klein, Alexander Calder, Wifredo Lam, Sam Francis, Fontana, Gilioli, Jean Paul Sartre und dem bekannten indonesischen Maler Affandi.
Besucht Chagall in St. Paul de Vence, Einfluss der Ecole de Paris und des Informel.
1953
Soshana arbeitet im ehemaligen Atelier von Paul Gauguin (davor von Alfons Mucha) in der Rue de la Grande Chaumière, Montparnasse Freundschaft mit Bildhauer Alberto Giacometti.
Picasso lädt Soshana zu sich nach Vallauris ein.
Ausstellungen in verschiedenen Salons: Salon de Mai, Salon d´Automne, Salon de Printemps, Salon des Réalités Nouvelles
Ausstellungen in der Galerie André Weil, Paris.
Beginn der Zusammenarbeit mit dem Galeristen Max Bollag, Zürich.
1954 Soshana wird von Picasso portraitiert.
1956
Ausgedehnte Reisen in den Fernen Osten, nach Asien, Indien und Japan.
Großes Interesse an der indischen Philosophie, Hinduismus und Buddhismus.
Vor allem die kalligraphische Kunst des fernen Ostens beeinflusst Soshana nachhaltig.
Sie erlernt künstlerische Techniken auf Reispapier bei buddhistischen Mönchen in Kyoto und bei chinesischen Malern in Hangzhou.
1957
Ausstellung im Kaiserpalast Peking.
Im selben Jahr Ausstellung in der Henry Lidchy Gallery, Johannesburg und bei Edouard Loeb, Paris.
1959
Reisen durch Afrika.
Soshana portraitiert Albert Schweitzer in Lambaréné.
Rückkehr nach Paris.
Soshana beginnt eine enge Freundschaft mit dem Maler Pinot Gallizio, mehrere Gemeinschaftsarbeiten entstehen.
Kontakte zur Cobra-Gruppe, u.a. zu Karel Appel und Asger Jorn.
Zusammenarbeit mit der O´Hana Gallery, London.
1960
Ausstellungen in Brasilien, Süd- und Zentralamerika.
Erste Ausstellung in New York und in der Mitsubishi Gallery, Tokyo.
1962 Ausstellung im Musée Picasso, Antibes, Südfrankreich.
1963 Ausstellung im Salon des Réalités Nouvelles.
1964
Beginn längerer Aufenthalte und Ausstellungen in Mexiko.
Freundschaft mit wichtigen mexikanischen Künstlern wie Rufino Tamayo, Siqueiros, Cuevos, Mathias Goeritz.
Ausstellung in der Krasner Gallery, New York.
1965
Ausstellung Galerie Wolfgang Gurlitt, München.
1966 Ausstellung im Palacio de Bellas Artes, Mexiko.
1968
Weltreise, u.a. in die Südsee, in die Karibik, nach Thailand, Bali, Australien, Indien, Sikkim, Nepal, Afghanistan, den Iran und Israel
Anfertigung von Portraits des Königs und der Königin von Sikkim.
1969
Konzepte der dreidimensionalen Kunstform „Soma“ in Paris, Stahlobjekte mit verschiebbaren Magneten, Ausführung von Plexiglasobjekten
Soshana wird Mitglied der Theosophischen Gesellschaft.
1972 Umzug nach nach Jerusalem.
1973 Ausbruch des Yom-Kippur Krieges am Tag ihrer Ausstellung in der Old Jaffa Gallery, vier geplante Ausstellungen in Israel werden durch den Krieg verhindert.
1974
Umzug nach New York
Soshana lebt in Manhattan, unter anderem im legendären Chelsea Hotel, Atelier in Queens
Bekanntschaft mit Adolph Gottlieb, Marc Rothko, Francesco Clemente und dem Kunstmäzen Joseph Hirschhorn
Es folgen neun Einzelausstellungen.
1985
Soshana zieht wieder nach Wien
Bekanntschaft mit Künstlerfreunden aus der Pariser Zeit wie Hans Staudacher, Hildegard und Harold Joos, sowie Trude Gill
Arbeit an unterschiedlichen Projekten, Sammlung von Videotapes, Tonbandaufnahmen sowie schriftlichen Aufzeichnungen über ihr Leben und die Entwicklung der internationalen Kunstszene

© Deutschvilla Strobl