9. MAI 2025 – VON SHANGHAI BIS STROBL

Deutschvilla Ausstellung
„Von Shanghai bis Strobl“
9. Mai / 20 Uhr
bis 8. Juni 2025

Das wichtigste vorne weg. Die Künstler der Ausstellung.

Bill Bragg – Boxhead in the woods
Helene Eisl – Satellitenbilder
Klaus Filip – Klanginstallation Photophon
Lukas Halder – Human architecture
Jakob Kinz – experimentiert in einer ehemaligen Fleischerei in Ebensee mit Konstruktionen zwischen Wahnsinn und (Gegen-)Bürgertum,   Rausch und Erotik, Hybris und Ohnmacht, Gesamtkünstlerisch verknüpfen sich in Kinz’ Kulturarbeit komplexe Wortspiele mit erlösenden Farbexplosionen zu einem Rätsel, das es nie zu lösen gilt.

Veronika Laimer-Hubmann – Kreaturen
Uli Loskot
Christine Rieck-Sonntag – Mädls, Mütter und Matronen
Günter Tennreiter

u.v.a.

Die Deutschvilla war nicht Kulturhauptstadt. Sie war allerdings für zwei Jahre im Dornröschenschlaf und konnte nur beschränkt über ihre Räume verfügen. Das Gemeindeamt Strobls wurde umgebaut, und gastierte während zweier Jahre in der Deutschvilla. In diesen Tagen geschieht die Rücksiedelung in das neue, großzügig gestaltete Gemeindeamt.

Jetzt ist die Deutschvilla wieder unser, was keine Selbstverständlichkeit ist. Der Verein Kunsthaus Deutschvilla, der im vergangenen Jahr sein 25 jähriges Jubiläum feierte, ist der Gemeinde Strobl zu großem Dank verpflichtet. So ein Haus zu geben für die Kunst ist ein einmaliges Geschenk.

Wir, die vielen ehrenamtlich wirkenden Mitarbeiter des Vereins, werden bemüht sein, das Haus auch weiterhin mit viel Leben zu füllen, mit spannenden Austellungen, Konzerten und Lesungen.

Wie immer, Anfang Mai, beginnen wir unsere Ausstellungssaison mit einer Ausstellung die viele Stückl’n spielen wird, ganz dem Prinzip der Ausstellungen in der Deutschvilla folgend, in jedem seiner vielen Räume Überraschungen zu bieten. Rätselhaft ihr Titel „Von Shanghai bis Strobl“. Kommt aber nicht von ungefähr. Er leitet sich ab von der Ausstellung „Beauty exists everywhere“, die, von Triest ausgesandt, zu Gast war in Shanghai und jetzt flugs zu uns nach Strobl kommt um von dort weiter zu wandern nach Triest.

Beauty exists everywhere

Der Triestiner Kunstverein „Art Projects Association“ in Zusammenarbeit mit der chinesischen Kuratorin Lisa Chen, machten sich auf den mühsamen Weg eine Ausstellung von über 30 Künstlern in Shanghai zu organisieren. Erleichternd sollte es sein, dass das Format der Bilder auf die Bildgröße von 21 x 30 cm, also A4, beschränkt wurde.

Es galt 30 Künstler zu erwählen. In Bulgarien, Österreich, Kroatien, Slowenien, Italien, China und Cuba wurden sie gefunden.

Von chinesischer Seite wurde eindringlich darum gebeten, nur nichts Nackertes, und keine politischen Messages zu schicken. Ein unverfänglicher Titel wurde gewählt: „Beauty exists everywhere“ sollte er heissen.

Jetzt begann die wilde Jagd durch den Bürokratendschungel der Zollformalitäten. Sowohl die italienische wie auch die chinesische Seite überboten sich mit, scheinbar unüberwindbaren, Hürden. Der Wege und Bemühungen waren viele. Schließlich wurde die Beharrlichkeit belohnt. Ab ging es in den Flieger, mit den Bildern im Gepäck. Shanghai konnte kommen und es wurde eine rauschendes Fest der Kunst in der „Bu Er Jiang Xing Galerie“.

Christine Rieck-Sonntag

„Mädls, Mütter und Matronen“

In zwei Räumen zu sehen sein werden die Arbeiten der Landshuter Künstlerin Christine Rieck-Sonntag. Sie ist viel gereist, hat ausgestellt in New York, Venedig und den Museen Bulgariens. In Virginia und Malta hat sie in Künstlerkolonien gearbeitet. Neugier treibt sie in die Ecken des Lebens. In den Urwald Südamerikas und die Straßenschluchten von Manhattan. Und immer wieder ist sie auf den Spuren der Frauen, die dort leben. Sie malt Nutten auf zerfetzte Plakate und alte Menschen auf Türen eines abgebrochenen Hauses. Und immer wieder Frauen, beim Tanzen, beim Flirten, aber auch beim Altwerden. Unbarmherzig? Nein, ihr Blick ist genau, aber immer liebevoll. Ihr Thema ist Eros und Tod.

Klaus Filip

Photophon

Die Installation basiert auf dem Prinzip des von Graham Bell erfundenen „Photophons“ und bietet

– eine direkte Übersetzung von verschiedenen Tönen in Licht, in die Lampe die frei im Raum vor uns hängt.

– die Übertragung dieses optischen Tonsignals durch mehrere Lampen und

– eine Rückumwandlung in Klang am Kopfhörer, den wir uns aufsetzen um zu hören

Die Installation „Photophon“ war schon auf grosser Reise rund um die Welt, in Mexico City / Cusco – Peru / Buenos Aires – Argentinien / Punta Arenas – Chile / Christchurch – Neuseeland / Bogong electric festival – Australien / Zagreb – Kroatien / Klangmanifeste – Wien / Kyoto – Japan / u.v.a.

Bill Bragg

Boxhead in the woods

Marion ist ein großer Fan des englischen Musikers Billy Bragg, britischer Singer-Songwriter und politisch linker Aktivist. Erstaunt erfuhr sie, dass ein Gemälde von ihm im Wiener Dorotheum versteigert werden sollte. Billy Bragg, der Musiker, überraschend auch bildender Künstler. Anlass genug, sich an der Versteigerung zu beteiligen.

Das Bild war mit Euro 100,– ausgeschrieben. Jetzt gab es kein Halten mehr. Mehrere Bieter steigerten das Bild auf Euro 5.000,–. Die glückliche Letztbieterin war Marion, pöltzlich Besitzerin des Bildes: Boxhead in the woods.

All dies geschah während einer Autofahrt von Wien nach Bad Ischl, in ihrem mehr oder weniger selbstfahrenden Auto.

Zuhause, stolz den unvernünftigen Erwerb mit ihren Freunden teilend, stellt sie bei genauer Hinsicht fest, dass das Bild nicht von Billy Bragg stammt, sondern von einem gewissen Bill Bragg, bei weitem weniger hoch dekoriert als ihr geliebter Billy Bragg.

Zur Eröffnung Konzert mit:
Jhon Harold Band
Mit: Olga from Russia, William – Kolumbien, Ivan – Mexico

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